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Wasserkraft | Geplante Anpassung des Wasserrechtsgesetzes führt zu Widerstand der Naturschützer

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Kontext

  • Die von den konzedierenden Gemeinden an Wasserkraftgesellschaften erteilten Konzessionen zur Bewirtschaftung der Wasserkraftanlagen enden mehrheitlich zwischen 2020 und 2055. Wenn die Gemeinden ihr Heimfallrecht gemäss der aktuellen Gesetzgebung gültig machen, können sie kostenlos Eigentümer des nassen Teils der Anlagen werden und den trockenen Teil gegen Entschädigung übernehmen. Der Gesamtwert aller Anlagen wird auf 15 bis 20 Milliarden Franken geschätzt, was die Begierde auf allen Ebenen anregt: Gemeinde, Region, Kanton und Bund. 
  • Der Staat Wallis gibt seinen Willen kund, die im Kanton produzierte Energie mehrheitlich in Walliser Hände zu übernehmen. Mit Partnern möchte er auf kantonaler Ebene, die ganze Wertschöpfungskette im Bereich der Produktion, der Vermarktung, dem Transport und der Verteilung der Wasserkraftenergie verwalten.   
  • Der Bund erstellt die Rahmenbedingungen, die mit der Energiewende um 2050, mit der energetischen Effizienz, mit der Verminderung des Energieverbrauchs und mit der Sicherung der Stromversorgung im Zusammenhang stehen.
  • Der auf bundespolitischer Ebene beschlossene Ausstieg aus der Atomenergie wird einen Energieausfall von 40% verursachen, den es durch neue Quellen wettzumachen gilt. 
  • Der Bund unterstützt massiv die Forschung, die Produktion und die Inbetriebnahme von neuen erneuerbaren Energien. 
  • Die Strommarktliberalisierung und die finanzielle Unterstützung der neuen erneuerbaren Energien verursachen einen Preissturz auf dem Markt der Wasserkraftenergie.  
  • Die Situation der Wasserkraftgesellschaften hat sich vor kurzem verschlechtert. Weil ihr Vertrauen auf günstige wirtschaftliche Aussichten in diesem Sektor erschüttert ist und um ihre finanzielle Lage zu sanieren, zögern sie mit Neuinvestitionen und ziehen sogar einen Rückzug aus gewissen Geschäften in Betracht.  
  • Das Aufkommen von politischen Prioritäten, sowie eine zunehmende soziale Empfindlichkeit für eine nachhaltige Umwelt verursachen Spannungen, welche gewisse Projektentwicklungen bezüglich der Wasserkraftenergie bremsen oder stoppen: Einsprüche gegen Hochspannungsleitungen, seien sie oberirdisch oder versenkt,  Forderungen von minimalem Restwasser in den Flüssen, usw... 
  • Die klimatischen Modellvorstellungen weisen längerfristig auf eine allgemeine Erwärmung unseres Planeten hin. Das könnte Auswirkungen auf die speicherbaren Wassermengen und demzufolge auf die Produktion von Wasserkraftstrom haben.

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Surélévation du vieil Emosson
©Etat du Valais - François Perraudin

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